Alles neu macht der Mai. Kennt ihr diesen Spruch? Mich hat er in meiner Kindheit verfolgt. Guck ma die Blumen – alles neu macht der Mai. Mit den Jahren ist er mir immer irrealer geworden. Alles neu machen doch auch andere Monate? Wir sind im November von der Stadt aufs Land gezogen. Im Februar habe ich mich für die Malche entschieden und im August bin ich dort eingezogen. In einem März hat sich mein Leben vollkommen verändert oder auch nicht? Es war der 16. März als ich mich bei JesusHouse für Jesus entschieden habe, Christ wurde oder mich fromm gesagt – bekehrt habe. Da gab es vorher einen langen Prozess und dieser Tag war dessen Ende. Dachte ich. Ab jetzt sollte mein Leben anders sein, mit Jesus eben und nicht mehr so wie vorher. Alles sollte anders werden. Meine Mitschüler sollten mich anders sehn, meine Mum mich lieben und es mir zeigen, meine Noten in der Schule besser werden und ich im allgemeinen glücklicher. Aber ich wollte nicht anders werden. Bei Jesus kann man ja sein wie man ist und muss sich nicht verändern. Hab ich gedacht. Bei Jesus bin ich so und bleibe so und leb halt so wie ich bin einfach so mit ihm weiter. Na klar ist doch logisch. So wie ich damals denken heute vll noch viele Jugendliche denen wir begegnen. Mit Jesus leben klingt cool und sieht bei den anderen auch so geschmeidig aus. Zu hören das man geliebt wird ist toll und zu lesen das jemand für einen gestorben ist hebt einen fast in unendliche Höhen. Manch einer sucht den Haken an der Sache mit der Liebe Gottes ein anderer kann es gar nicht erst fassen. Ich wollte es einfach haben, lange habe ich mir das überlegt und wollte dann Jesus mein Leben geben mit der Bitte: "ich will so bleiben wie ich bin". Die erste Zeit hat das auch geklappt. Ich wirkte wohl anders aber ich fühlte mich wie high und super toll. Ich habe diese erste Zeit mit Jesus sehr genossen und manche Sachen waren auch auf Schlag weg. Im Nachhinein haben mir Lehrer aus der Zeit aber auch Mitschüler gesagt, das ich mich sehr verändert hatte. Ich war offener geworden und geschwätzige umgänglicher und fröhlicher. Ich hab aufgehört in der Schule wegen jeder Kleinigkeit zu heulen und so böse zu gucken. Ich selber habe auch gemerkt dass meine Schulnoten besser geworden sind. Aber ein Wunder war das nicht, denn ich hab endlich Spaß an der Schule gehabt, Jesus hatte mich einfach so verändert in diesem März auch wenn ich das so radikal gar nicht geplant hatte. Wie recht hat dich Paulus wenn ich im 2 Kor 5,17 lese: "Ist jemand in Christus so ist er eine neue Kreatur das Alte ist vergangen siehe Neues ist geworden." Ein Mensch der Christ wird, verändert sich radikal, von Grund auf. Ob er das nun will oder nicht. Er wird wie neu gemacht von Gott, als wenn Gott das alte zerbricht und aus den Scherben einen neuen Menschen puzzelt, das dauert dann seine Zeit aber es passiert Stück für Stück. Wir können das sehen und wenn man mal darauf achtet beginnt es schon in ganz kleinen Dingen. Mit einmal möchte jemand beten und ist ganz ruhig in der Christenlehre oder der größte Roudie fragt nach einem Gespräch über diesen Jesus. Sowas sind schon kleine Beginne aus denen Gott etwas neues machen will. Eine neue Schöpfung. Der Mensch wird neu geformt. Aber bis es soweit kommt ist mehr nötig als ein paar Lieder singen oder in der JG mitarbeiten. Paulus beschreibt es so: "zumal wir überzeugt sind, dass, wenn "einer" für alle gestorben ist, so sind sie "alle" gestorben. Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist. [...] Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. " Was er hier sagt ist etwas Unglaubliches wie ich finde. Gott hat seine Liebe gezeigt, dadurch dass Jesus gestorben ist. Er ist gestorben damit wir Menschen die es verdient hätten leben können. Mit Jesus der unsere Strafe im Tod bekommen hat stirbt unser alten Sein ebenso, damit wir mit ihm wieder auferstehen. Durch ihn beginnt für uns eine neues Leben und dieses ist anders denn wir führen es dann nicht mehr für uns. Er gibt uns dieses neue Leben, damit wir es für ihn verwenden. Christus will in uns leben! Nur dadurch können wir überhaupt neu sein, durch Jesu Tod. Das ist eine Dimension die ich schwer zu begreifen kann. Aber es ist auch ein hohes Ideal. Irgendwie ist es schon jetzt und doch noch nicht. Ich merke bei mir selbst, das ich lange noch nicht perfekt bin und Christus noch lange nicht in allen meinen Handlungen die Oberhand hat. Manches tue ich noch genauso wie bevor ich Christ wurde. Mein Wortschatz zum Beispiel beinhaltet immnoch Worte die nicht mehr nötig sind und dennoch sind sie da und verschwinden nur langsam. Ich lebe in einer Welt in der die göttlichen Maßstäbe nicht immer viel gelten und das färbt auch auf mich ab in meiner Meinungsbildung. Ich bin ein neuer Mensch durch Jesus und doch noch ein Stück die alte Brabi wie ich in der Schule hieß. Ich bin schon anders durch Jesus und doch noch wie früher. Dieser Prozess ist noch am arbeiten. Gott arbeitet an mir und formt mich zu seiner neuen Kreatur. Manchmal ist das schmerzhaft aber wenn ich zurücksehe, merke ich das es sehr gut war was Gott mit mir tat. Ich denke es ist wichtig das wir für uns begreifen, das wir nicht perfekt sind, aber dennoch Gott an uns und mit uns arbeitet und vor allem durch uns. Die Menschen die wir täglich erreichen und auch nach dieser Dekade in Praktika und im Dienst erreichen werden werden so Gott will diesen Prozess durchlaufen. Wir können sie darauf vorbereiten und ihnen zur Seite stehen wenn sie Jesus entdecken und sich im anschließen wollen. Wir können ihnen durch unser Beispiel in Stärken wie aber auch in Schwächen zeigen wie es ist mit Jesus zu leben. Jesus ist dafür gestorben, dass die Menschen die Chance haben neu zu werden. Aus eigener Kraft können wir es nicht sondern nur durch Jesus. Aber wir können sehen und staunen was er mit uns und anderen macht und darauf vertrauen das auch diese neue Schöpfung von Gott gesehen und als sehr gut empfunden wird. Amen.
"Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer."
AntwortenLöschenGustave Le Bon (Psychologie der Massen)
Unverzichtbares Qualitätsmerkmal für die ganze Wahrheit in einer a priori verlogenen Welt ist, dass sie nicht erfahren werden will. Die größte Angst ist die vor der Erkenntnis, bisher in einer Scheinwelt (Cargo-Kult) gelebt zu haben. Das gilt insbesondere für "Planer, Lenker und Leiter", die ihre planwirtschaftlichen Wunsch- oder Wahnvorstellungen an ein ebenso naives Publikum verkaufen müssen und sich darum noch nie auf wissenschaftlicher Grundlage mit der Zukunft beschäftigt haben:
"Die Zukunft vorherzusagen, ist unmöglich, und alle derartigen Versuche wirken - wenn sie ins Detail gehen - schon wenige Jahre später lächerlich. Dieses Buch hat ein realistischeres, zugleich aber auch anspruchsvolleres Ziel. Es versucht nicht, die Zukunft zu beschreiben, sondern die Grenzen abzustecken, innerhalb derer mögliche Zukunftsentwicklungen liegen müssen."
Arthur C. Clarke (Profile der Zukunft)
Kein "berufsmäßiger Wichtigtuer" hat aus dem Standardwerk der Futuristik etwas gelernt. Die ganze Wahrheit bleibt strikt denen vorbehalten, die nach ihr suchen, ohne sich damit "wichtig" machen zu wollen, denn vor der Zukunft liegt eine Grenze, welche vorgegeben wird von der Zinsumverteilung, die sich im globalen Maßstab zuletzt durch den 2. Weltkrieg entladen hat. Der 3. Weltkrieg wäre in den 1980er Jahren fällig gewesen und wurde nur durch die atomare Abschreckung bis in die Gegenwart verhindert. Auf der anderen Seite ist durch das Ausbleiben dieser überfälligen Sachkapitalzerstörung die "Zinsfeder" heute bis zum Zerreißen gespannt, sodass genau drei mögliche Szenarien unmittelbar bevorstehen:
Das Ende mit Schrecken (finaler Atomkrieg)
Der Schrecken ohne Ende (globale Liquiditätsfalle)
Die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft)
"Genau drei Möglichkeiten" heißt: eine vierte gibt es nicht. Über die erste Möglichkeit gibt es nichts zu sagen, die zweite ist das Lieblingsthema aller Crash-Phantasten und die dritte ist wahrscheinlich. Der Crash-Phantast, der "zur Sicherheit" noch ein paar Goldklötzchen bunkert, weiß nicht, was es bedeutet, wenn in einer globalisierten Zinsgeld-Ökonomie mit über 6.500.000.000 Menschen der Geldkreislauf - und damit die Arbeitsteilung - mitgekoppelt zusammenbricht. Die Heilige Schrift bezeichnet dieses Ereignis als Armageddon.
Für die dritte Möglichkeit muss ein elementarer Erkenntnisprozesses durchlaufen werden, dessen am Ende über die Maßen bewusstseinserweiternde, aber anfangs ebenso Angst einflößende Wirkung vorab erahnen kann, wer die phantastischen Bilder kennt, mit denen Stanley Kubrick im Schlusskapitel von "2001" die Auferstehung des Kulturmenschen dargestellt hat - und bitte bedenken Sie das Vorwort von Arthur C. Clarke:
"...this is only a work of fiction. The truth, as always, will be far stranger."
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