Ja wem kann man denn heute noch vertrauen? Also den Banken nicht, und der DB anscheinend auch nicht, hmm und bei den Wahlversprechen der Parteien bin ich mir auch noch nicht so sicher. Kann ich denn meinem Nebenmann oder meiner Nebenfrau überhaupt vertrauen? Ich hab in den letzten Wochen zwei Figuren kennengelernt, die sich ebenfalls mit dieser Misere befasst haben, wenn sie vielleicht auch nicht mehr in unsere Computerwelt hineinpassen mögen.
Der folgende Text findet sich in Johannes 10,11-16 und 27-30:
Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.
Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie –, denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe.
Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich,
wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.
Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir;
und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmer mehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
Mein Vater, der mir sie gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus des Vaters Hand reißen. Ich und der Vater sind eins.
Zwei Charaktere die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite der Mietling, wie ihn Luther so schon fast böse bezeichnete. Eigentlich ist er ja nur ein Tagelöhner. Einer also, der auf Schafe aufpasste, die ihm nicht gehören. Sie waren ihm egal und er bekam sein Geld. Fertig aus. Dass Schafe Leitung brauchen ist ja allgemein bekannt. Auch wenn sie nicht so dumm sein mögen wie sie scheinen, sind sie doch nur in der Herde über lebensfähig und ohne einen der vorausgeht und sie schützt aufgeschmissen. Doch der Mietling ist nicht die einzige Option in diesem Bild. Es gibt auch den Hirten, den der das Attribut „gut“ von vornherein bekommt und somit dem Mietling gegenüber steht. Der Hirte ist etwas Besonderes. Und Jesus sagt sofort wer dieser besondere Hirte ist. Er selbst. Das sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Doch was ist das was Jesus da tut für uns als seine Schafe? Zum einen wird klar, dass er uns kennt, besser als wir selbst. In allen guten und schlechten Zeiten in Stress Angst und Freude immer weis er um uns und unsere Gefühle auch wenn wir sie zu verbergen versuchen vor unsere Umgebung. Und er ist da. Jeden einzelnen kennt er ganz genau und ruft uns bei unserem Namen. Und nur weil er uns kennt können auch wir ihn kennen. Für den Mietling aber sind wir wie Nummern beim Arbeitsamt, ihm sind wir egal. Er ruft uns und wir können ihm folgen. Denn das ist sein Wunsch er kennt uns und er will uns führen und beschützen. Der Mietling verlässt seine Schafe wenn es brenzlig wird. Erinnert uns das an die Bankenkrise? Oder an vermeintliche Freunde? Aber Jesus der gute Hirte ist da anders. Er führt die Schafe erst zu sich und dann mit sich mit. Und wenn dann der Wolf kommt steht er dazwischen. Jesus will uns tagtäglich egal was kommt begleiten und wenn es hart auf hart kommt ist er der der nicht nur führt und dann verschwindet nein er ist da und rettet. Jesus rettet aus dem Loch der Verzweiflung durch den Berg an Arbeit oder die Krankheit. An dem Punkt ist der Mietling schon längst weg. Er hatte schöne Versprechungen gemacht und es lief ja auch alles gut. Doch wenn es schwer wird ist er weg. Aber da stimmt der Spruch: Alles geht in Arsch aber Jesus bleibt. Egal was passiert, egal was kommt, Jesus ist immer bei uns. Er ist immer mit an der vordersten Front direkt neben uns und möchte uns führen, denn nur er kennt uns und weiß genau wie es uns geht und was wir brauchen. Und obwohl Jesus weiß, dass wir nicht perfekt sind, hat er alles aus dem Weg geräumt, ja er hat sein Leben gelassen für seine Schafe damit er nicht nur hier auf Erden mit uns zusammen sein kann sondern mit uns sogar die Ewigkeit verbringen kann. Aber jetzt möchte uns der gute Hirte erst einmal durch dieses Leben begleiten und uns wissen lassen, dass uns nichts von ihm trennen kann.
Amen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen